Dr. Elmar Frank, Dr. Sigrid Frank, Zahnärzte in Besigheim, Kreis Ludwigsburg  
 
Dr. Elmar Frank, Dr. Sigrid Frank, Zahnärzte in Besigheim, Kreis Ludwigsburg  
 

Soforttest zur Früherkennung parodontaler Risiken und Entzündungen

Wir messen und wissen gleich, was los ist

Das Ausmaß eines möglichen Entzündungsgeschehens in einer Zahnfleischtasche kann anhand eines spezifischen Enzyms namens MMP8 (Metallomatrixproteinase 8)  auf non-invasive Art und Weise bestimmt werden. Zu diesem Zweck wird mit einem saugfähigen Probeentnahmestreifen ein wenig Flüssigkeit aus einer Zahnfleischtasche aufgenommen und in einem Gerät (DentoAnalyzer von dentognostics) im Rahmen eines sog. Immuno-Assays untersucht. Die Menge des nachgewiesenen MMP8 steht in direktem Verhältnis zum Ausmaß des Entzündungsgeschehens.

MMP8 ist hochspezifisch, d.h. es tritt nur auf, wenn menschliche Kollagenfasern (aus denen der Zahnhalteapparat besteht) durch eine Entzündung (die schmerzlos, d.h. unbemerkt verlaufen kann) abgebaut werden. Die Mengen an MMP8 sind allerdings sehr gering, im Bereich von einigen Nanogramm (1ng = 0,000000001g), was deren Nachweis und präzise Messung außerordentlich schwierig macht.

Obwohl die Zusammenhänge rund um das MMP8-Protein seit Jahrezehnten in der Grundlagenforschung bekannt sind, konnte der Nachweis dieses "gut versteckten" Entzündungsmarkers ausschließlich in einem hochspezialisierten medizinischen Labor mit erheblichem Aufwand erbracht werden.

Neu ist, dass mittels eines relativ kleinen Geräts, an dessen Entwicklung unsere Praxis beteiligt ist, der Nachweis und die Messung von MMP8 unter den Bedingungen einer Zahnarztpraxis (sog. Chairside-Test) möglich ist. Das Ergebnis liegt in ca. 30 Minuten vor.

Ein MMP8-Test ist u.a. in folgenden Fällen sinnvoll:

  • Früherkennung einer Zahnfleischerkrankung bzw. Erkrankungsneigung
  • Verlaufskontrolle nach Behandlungen bzw. während der Recall-Phase
  • Bestimmung der optimalen Intervalle zwischen 2 Situngen zur Professionellen Zahnreinigung (PZR)
  • Feststellung, ob und wann eine erneute Zahnfleischbehandlung erforderlich ist
  • Erkennung, ob eine bestimmte Keimbesiedelung auch zu einer entzündlichen Antwort des Körpers geführt hat
  • Einschätzung des Wurzelresorbtionsrisikos bei kieferorthopädischen Patienten (der Gefahr, dass bei zu großem Druck der Zahnspange die Zahnwurzeln abgebaut werden)
  • Screening (Reihenuntersuchung) auf parodontale Risikofaktoren
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